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Big Island |
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Auf der grössten Insel ist ein nicht alltäglicher Ausflug möglich, bei dem allerdings einige Auflagen und Vorschriften umgangen werden müssen. Es ist dies die Fahrt auf den “Mauna Kea”. In allen möglichen Reiseforen wird immer wieder angefragt, ob man das machen könne oder ob man das machen dürfe. Da alle Autovermieter im Kleingedruckten Fahrten auf nicht asphaltierten Strassen untersagen
(fällt unter “Off-Road”), ist die Fahrt auf den “Mauna Kea” ganz einfach verboten. Punkt. Aber.....wo kein Kläger, ist auch kein Richter, niemand kontrolliert eine Fahrt, weder die Polizei noch der Vermieter. So richtig teuer wird’s erst, wenn irgendwas passiert, so um die 500$ für’s Runterholen und dann eben die Umtriebe mit dem Vermieter. Und nochmals aber....erste Voraussetzung ist ein 4WD. Jeep oder was anderes. Es wird immer wieder mit kleinen 1300er Wägelchen und 4 Personen probiert, da hinauf zu kommen, aber für meine Begriffe ist es eine verdammte Frechheit gegenüber den Insassen. wenn es irgend einer drauf anlegt, bei 17% Steigung (und natürlich auch Gefälle) das Motörchen zu heizen (da ist nirgends Wasser für den Kühler) und dann noch die Bremsen zu testen.... es funktioniert in den seltensten Fällen. Die Anfahrt ist von Kailua-Kona oder von Hilo möglich, egal von wo...Sie kommen immer auf die “Saddle-Road”. Dieser harmlose Name sagt nicht aus, was Sie hier erwartet, schmal, um nicht zu sagen, sehr eng, Belag teilweise zum Teufel, kurvig und “Up and Down” und die Strasse zieht sich unendlich in die Länge, da die Tempolimite bei höchstens 45 Meilen liegt. Okay, noch nicht so schlimm. Die Abzweigung zum “Mauna Kea” liegt ungefähr an halber Distanz der Strasse und man muss gut hinschauen, um sie nicht zu verpassen. Jetzt ist die Strasse noch geteert, steigt aber bereits ganz schön an bis zum Welcome-Center. Hier ist es unerlässlich, die Bedingungen zu erfragen. Wenn Sie allerdings bis hierhin ohne Regen oder dicken Nebel gekommen sind, kann die Fahrt nach oben fortgesetzt werden. Die Strasse ist ab hier nicht mehr asphaltiert und jetzt wird die Fahrt interressant, so mit Gänsehaut und Bodenbrett stossen bei den Insassen und der Fahrer wühlt im Automatik-Getriebe zwischen 1. und 2.tem Gang, aber immer im 4WD. Wenn Sie die 17% Steigung hinter sich haben und auf dem Top des Vulkans angekommen sind, werden Sie aber für alles Vorherige entschädigt. Der “Mauna Kea” ist mit 4217 Metern der höchste Vulkan der Inselgruppe. Im Gegensatz zum Nachbarvulkan dem “Mauna Loa” gilt er als schlafend. Durch die Höhe ist die Luft unwahrscheinlich sauber, keine Zivilisations-Emissionen und keine Städte die mit hellem Licht nachts den ungetrübten Blick ins Weltall behindern. So haben etwa 6 Nationen auf dem Gipfel riesige Observatorien mit Spiegelteleskopen gebaut, ebenso stehen einige Radioteleskope oben. Ein Observatorium (Keck-Obs.) kann nach Absprache ganz kurz besichtigt werden. Die Verbindungsstrassen zwischen den Observatorien sind breite, bestens asphaltierte Strassen, damit sich die Herren Astronomen ungehindert bewegen können. Es ist kalt da oben, ein langärmliger Pullover, sowie ein Windbreacker sind ein absolutes Muss. Ebenso sollte was zur Verpflegung mitgebracht werden, es gibt oben nichts....Ein weiterer Punkt muss beachtet werden, der rasche Höhenwechsel. Sie fahren ab der Sattelstrasse nur ca. 40 km, bewältigen aber einen Höhenunterschied von ca. 3200 m. Also nichts für Asthma-, Herz-, oder Kreislaufkranke. Ein Sonnenschutzmittel mit hohem Faktor und ein Hut sind zwingend nötig, denn wenn Sie etwas länger oben bleiben, verbrennen Sie sich sonst garantiert irgend etwas. Wenn Sie den Mut haben, oben zu bleiben bis es dunkel wird, erleben Sie den Sonnenuntergang wie sonst nirgendwo. Geniessen Sie ein paar Bilder von einer unserer verbotenen Fahrten nach oben, ich kann Ihnen aber sagen, dass wir es wieder tun.... |
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Bilder |
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