Yellowstone

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Yellowstone NP

Der erste und noch immer der grösste Nationalpark der Welt. Den Namen “mi tsi a da zi” erhielt die Gegend in der liegt vom Indianerstamm “Minnateree” und hiess sinngemäss “Yellow Rock River” aus Rock wurde dann Stone und voilà.. Der Park wurde gegen grossen Widerstand im Senat von Präsident U. Grant 1872 eröffnet, um der Nachwelt nach dem grossen Massenmorden doch noch ein paar “Buffalo’s” zu erhalten. Vielen Dank.

Er umfasst rd. 9000 qkm, ungefähr so gross wie die Kantone Waadt und Wallis zusammen. Die Fläche liegt mit 91% in Wyoming, 7.6% in Montana und 1.4% in Idaho
Neben ein paar hundert Kilometer Autostrasse, gibt es hier um die 900 km Back-Country Wanderwege (nur auf spez. Karten eingezeichnet), welche mit Permission der Rangers begangen und auch da übernachtet werden kann. Eine vorgeschriebene Mindestausrüstung mit dem Notwendigen (u.a. Pfefferspray “Bear-Spray gegen Bären) wird vorher kontrolliert. Die Wanderroute muss genau bekannt gegeben werden und Ab- und wieder Anmeldung sind zwingend vorgeschrieben.

Besuchszeiten sind super im Frühling, April, Mai, kann noch Schnee liegen, aber dafür wenig Zweibeiner und viele Tiere mit eben geborenem Nachwuchs. Ende Juni, Juli, August bis Mitte September Riesenansturm der Einheimischen, dazu kommen noch die Touri’s aus Übersee. Entsprechend der Betrieb (um nicht zu sagen Zirkus) und die Tiere ziehen sich ins Hinterland zurück (...Buffalo’s sehen Sie immer, von ihnen hat’s wieder so viel, dass sie wieder abgeschossen oder verlegt werden müssen). Ab September bis Saisonschluss ist es wieder super hier. Im Winter ist nur eine Durchgangsstrasse von Cody nach Gardiner geöffnet. Um die Tierwelt einigermassen mitzukriegen, planen Sie mind. 3 Tage oder mehr, ein Tag reicht Ihnen zu gar nichts. Am besten ist natürlich eine Unterkunft im Park, diese sind aber überall recht teuer und müssen alle mind. 6 Monate vorher reserviert werden. Ohne Reservation können Sie das Übernachten im Park während der Saison glatt vergessen. Keine Chance....der Park hatte die letzten Jahre über 3 Millionen Besucher (p.a.) und die Verwaltung erwägt wirklich eine Besucher-Kontigentierung

Zu den Übernachtungsmöglichkeiten im Park - Canyon Village, Roosevelt, Lake sind neuer und modern, Restaurant (teils mit Bar), Shops und viele Parkplätze. Die absolute Nr. 1 ist das Old Faithful, kostet aber in der Saison 190 - 210$ pro Nacht. Die Cabins sind billiger, haben aber kein Bad, resp. Dusche. Vom Komfort her können Sie Mammoth Hot Springs glatt vergessen, etwas zwischen Jugendstil und Renaissance, ebenso das Personal, in der Touri-Zeit total überfordert. Für 80$ die Nacht können Sie übernachten, Dusche und Toilette müssen Sie sich auf der Etage teilen, für 100$ haben Sie’s im Zimmer, wenn Sie nicht anderes mehr erhalten, mieten Sie sich hier ein. In der Not frisst der Teufel Fliegen....

Und daran denken, der Park ist kein Zoo, leider verzeichnet die Parkverwaltung jedes Jahr immer noch zahlreiche Unfälle mit Verletzten, wegen Verlassen der Gehwege. Dann latschen die Deppen in den weichen Untergrund, saufen bis zu den Knien im kochendheissen Grund ab, schreien wie die Blöden und irgend ein Touri oder Ranger muss ihn dann rausziehen, alles gesehen...Unfälle wegen oder mit Tieren sind viel weniger geworden, die Ranger sind sehr schnell zur Stelle, wenn sich ein Grizzly oder Schwarzbär zu lange auf der Strasse aufhält, allerdings wurde 2003 trotzdem ein Todesfall verzeichnet, zu nahe an den Bär, wegen Fotographie und dann...haba, haba...

Ein Gratis-Tip von einem Ranger - wenn das Tier, was auch immer, von Ihnen Notiz nimmt (das sieht man ja wohl), dann sind Sie zu nahe, also abhauen - daran denken, die Tiere wohnen hier, die Touri’s sind nur Gäste.

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